Österr. Meisterschaft Ultralang

Kartenausschnitt ÖM Ultralang

Wie jedes Jahr galt es wieder die Frage zu klären: Soll ich starten, bin ich fit genug oder ist es besser den Meisterschaftslauf auszulassen.
Die Streckendaten für dieses Jahr: 19,2 Kilometer 1170 Höhenmeter und insgesamt 53 Posten.

Jedes Jahr stellt sich die gleiche Frage und jedes Jahr beginnen die Überlegungen aufs Neue. Prinzipiell ist die Ultralang (vormals Marathon genannt) eine schöne Wettkampfform, jedoch nur wenn die Form stimmt und auch keine wichtigen Wettkämpfe in den nächsten Tagen (Wochen) geplant sind.

19 Kilometer mit etwas über 1000 Höhenmetern klingt eigentlich ähnlich wie vorläufigen Daten der Weltmeisterschaft über die Langstrecke in Ungarn. Auch das Gelände, Purkersdorf, in der Nähe von Wien sollte dem in Miskolc relativ ähnlich sein, warum also nicht den Lauf als eine Art Generalprobe für die WM nehmen?

Wahrscheinlich lag es an den 2:30 Stunden geplanter Siegerzeit, die mich dann doch dazu bewegten nicht teilzunehmen. Vielleicht aber auch daran, dass es die Woche zuvor und auch die kommenden Wochen noch genug Wettkämpfe gibt um die Form unter Beweis zu stellen und eine Ultralangmeisterschaft für die gewünschte Formkurve dann doch eher kontraproduktiv ist.

Ich nutzte das Wochenende für eine kleine Ausdauertrainingseinheit, eine Kombination aus Lauftraining und Radfahren. Zuerst ca. 100 min Laufen und in direktem Anschluss eine kurze Radtour mit 88 min, Gesamt etwas über 3 Stunden.


Nur knapp schneller, nämlich genau 2:56:14 Stunden war der Sieger der diesjährigen Meisterschaft, ein wenig mehr als zweieinhalb Stunden Wettkampfzeit. Auf der Ergebnisliste ganz oben stand aber dennoch der Name LANG - Lang Thomas. Mein Bruder gewann das Rennen mit 7 Sekunden Vorsprung auf Pierre Kaltenbacher (HSV Wr. Neustadt). Dritter wurde Georg Wittberger (OLC Wienerwald). - Hut ab vor den Leistungen und Gratulation zu den schwer erkämpften Medaillen -

Link: Ergebnisse ÖM Ultralang

Karte ÖM Ultralang 2.Teil

 

Im Nachhinein bin ich froh über meine Entscheidung nicht zu starten. Knappe 3 Stunden Wettkampfzeit hätten nur sehr schwer in den momentanen Trainingsplan gepasst, 2 Wochen Regenerationszeit wären wahrscheinlich die Folge gewesen. Viele andere Eliteläufer trafen eine ähnliche Entscheidung wie ich. Sie ließen ebenfalls den Wettkampf aus, starteten in kürzeren Kategorien oder beendeten den Wettkampf nach der halben Strecke.

Trotz der realtiv geringen Teilnehmerzahl glaube ich, dass der Wettkampf seine Berechtigung im Wettkampfkalender hat, wenngleich er zu einem anderen Termin vielleicht besser aufgehoben wäre.